Juristische Personen und Treuunternehmen, die ein kaufmännisches Gewerbe ausüben oder deren statutarischer Zweck den Betrieb eines solchen Gewerbes zulässt, müssen eine Revisionsstelle bestellen. EU-harmonisierte Gesellschaftsformen wie Aktiengesellschaften, Kommanditaktiengesellschaften und Gesellschaften mit beschränkter Haftung haben in jedem Fall eine Revisionsstelle zu bestellen, auch wenn sie nicht den Zweck haben, ein Gewerbe nach kaufmännischer Art zu betreiben. Dasselbe gilt für Unternehmen, welche Anleihensobligationen öffentlich ausgegeben haben oder deren Gesellschaftsanteile an einer Börse zugelassen sind.

Wenn ein Unternehmen in zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren die folgenden Grenzwerte in zwei von drei Fällen überschreitet, muss es seine Jahresrechnung einer Abschlussprüfung unterziehen:

  • 7.4 Millionen Schweizer Franken Bilanzsumme
  • 14.8 Millionen Schweizer Franken Nettoumsatzerlös
  • 50 Vollzeitstellen im Jahresdurchschnitt

Review

In Liechtenstein treffen die Kriterien, welche die Durchführung einer Abschlussprüfung zur Folge haben, für die meisten KMU nicht zu. Sie können sich stattdessen einer prüferischen Durchsicht – einem sogenannten Review – unterziehen. Dieser Prüfungstyp unterscheidet sich von der regulären Abschlussprüfung beziehungsweise ordentlichen Revision insofern, als dass Umfang und Tiefe der Prüfungen bedeutend weniger hoch ausfallen.

Gesetzliche Grundlagen

Personen- und Gesellschaftsrecht (PGR) vom 20. Januar 1926; LGBl. 1926 Nr. 24 i.d.g.F. 

Verordnung vom 19. Dezember 2000 zum Personen- und Gesellschaftsrecht; LGBl. 2000 Nr. 281 i.d.g.F.