Das liechtensteinische Aufenthaltsrecht ist restriktiv. Ausländische Arbeitnehmende können in der Regel nicht Wohnsitz in Liechtenstein nehmen, auch wenn sie von einem inländischen Unternehmen angestellt werden. Bei der Erteilung von Aufenthaltsbewilligungen in Liechtenstein wird unterschieden zwischen einer Bewilligung für die Wohnsitznahme zur Erwerbstätigkeit sowie einer Bewilligung für die Wohnsitznahme, ohne dass einer Erwerbstätigkeit nachgegangen wird.

Die Aufenthaltsbewilligungen an EWR-Bürger werden durch das Ausländer- und Passamt vergeben. Je die Hälfte dieser Bewilligungen wird verlost, während die andere Hälfte direkt vom zuständigen Amt vergeben wird. Die Verlosungen finden jeweils im Frühling und im Herbst statt.

Für Schweizer Staatsangehörige sind die Vorgaben restriktiver. Für sie gibt es jährlich nur eine beschränkte Anzahl an Aufenthaltsbewilligungen. Diese Bewilligungen werden nicht ausgelost, sondern von der Landesregierung vergeben. 

Angehörige von Drittstaaten können nicht an der Auslosung teilnehmen, sondern erhalten Aufenthaltsbewilligungen nur, wenn es sich beim Antragsteller um eine Führungskraft, einen Spezialisten oder einen anderen qualifizierten Arbeitnehmenden mit abgeschlossener Berufslehre oder langjähriger Berufserfahrung handelt.

Daueraufenthalt und Niederlassung

Eine Aufenthaltsbewilligung berechtigt zum Aufenthalt in Liechtenstein von bis zu fünf Jahren. Nach Ablauf von fünf Jahren haben Inhaber solcher Bewilligungen sowie deren Familienangehörige die Möglichkeit, um eine Daueraufenthaltsbewilligung oder eine Niederlassungsbewilligung anzusuchen.