Das liechtensteinische Aufenthaltsrecht ist restriktiv. Ausländische Arbeitnehmende können in der Regel nicht Wohnsitz in Liechtenstein nehmen, auch wenn sie von einem inländischen Unternehmen angestellt werden. Bei der Erteilung von Aufenthaltsbewilligungen in Liechtenstein wird unterschieden zwischen einer Bewilligung für die Wohnsitznahme zur Erwerbstätigkeit sowie einer Bewilligung für die Wohnsitznahme, ohne dass einer Erwerbstätigkeit nachgegangen wird.

An EWR-Bürger gehen jährlich 72 Aufenthaltsbewilligungen und zwar 56 an Erwerbstätige und 16 an Personen, die nicht erwerbstätig sind. Je die Hälfte dieser Bewilligungen wird verlost, während die andere Hälfte direkt von der Landesregierung vergeben wird. Die Verlosungen finden jeweils im Frühling und im Herbst statt.Für Schweizer Staatsangehörige sind die Vorgaben restriktiver. Für sie gibt es jährlich nur 17 Aufenthaltsbewilligungen, zwölf davon gehen an erwerbstätige und fünf an nicht erwerbstätige Personen. Diese Bewilligungen werden nicht ausgelost, sondern von der Landesregierung vergeben. 

Angehörige von Drittstaaten erhalten Aufenthaltsbewilligungen nur, wenn es sich beim Antragsteller um eine Führungskraft, einen Spezialisten oder einen anderen qualifizierten Arbeitnehmenden mit abgeschlossener Berufslehre oder langjähriger Berufserfahrung handelt.

Daueraufenthalt und Niederlassung

Eine Aufenthaltsbewilligung berechtigt zum Aufenthalt in Liechtenstein von bis zu fünf Jahren. Nach Ablauf von fünf Jahren haben Inhaber solcher Bewilligungen sowie deren Familienangehörige die Möglichkeit, um eine Daueraufenthaltsbewilligung oder eine Niederlassungsbewilligung anzusuchen.